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Wahlmodul: Psychomotorik und Sport in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern

Dieses Lehrangebot in Psychomotorik führt als Vertiefung spezieller medienpädagogischer Grundlagen (Modul 4) zur Erlangung der Zusatzqualifikation "Psychomotorik und Sport in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern". Diese dient dem Erwerb professioneller sozialpädagogischer Handlungskompetenzen mit dem Medium Psychomotorik und umfasst

  • die Geschichte der psychomotorischen Theoriebildung mit ihren unterschiedlichen Konzepten, Grundprämissen, paradigmatischen Verortungen und Zielsetzungen,
  • die psychomotorische Praxis und deren Methoden in unterschiedlichen Praxisfeldern   der Sozialpädagogik sowie
  • die Reflexion und Selbstreflexion im pädagogischen und therapeutischen Arbeitsfeldern   und
  • den Kontext psychomotorischer Praxis.

Dazu gehört im Einzelnen:

  • die themen- und prozessorientierte Körpererfahrung sowie der kreative Umgang mit unterschiedlichen Materialien, (Sport)Geräten, Bewegungs- und Gestaltungsräumen;
  • die Auseinandersetzung mit der Bedeutung unterschiedlicher psychomotorischer Konzepte für die Soziale Arbeit, den neuropsychologischen Grundlagen und der Bedeutung psychomotorischer Entwicklungsdiagnostik und Evaluation;
  • die Praxis mit ausgewählten Bezugsgruppen im Rahmen unterschiedlicher Projekte.
    Dazu gehört die Arbeit im ambulanten und institutionellen Kontext mit behinderten und alten Menschen, Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, sowie die Elternarbeit;
  • eine methodische Ausrichtung, die zwischen Bewegungspädagogik,   Entwicklungsbeleitung und Therapie angesiedelt ist und von freizeitpädagogischen Intentionen über Prävention im Gesundheits- und Erziehungsbereich bis hin zu körper- und entwicklungstherapeutischen Zielsetzungen reicht.

Die persönlichen Voraussetzungen zur Erlangung der Zusatzqualifikation sind ausreichende Gesundheit und Interesse für die Körper-, Bewegungs- und Beziehungsarbeit mit anderen Menschen.

Lehrformen: Vorlesung, Seminar, Übung, Selbststudium, Praxiserfahrung, Supervision

Voraussetzungen für die Teilnahme:
keine

Häufigkeit des Angebotes:
jedes Studienjahr

Das Wahlmodul erstreckt sich über 6 Semester, beinhaltet 23 SWS und 30 Credit Points

Leistungsnachweise:
3 Studienleistungen, 1 Prüfungsleistung in 3 Teilen (Klausur, Lehrprobe, Fördergutachten mit Kolloquium)

1. Grundlagen 1
4 SWS, SL

Praxis (80 %):

  • Themenorientierte Einführung in die Körper- und Sozialerfahrung sowie in den   kreativen Umgang mit Sportgeräten
  • Elemente des Abenteuersports
  • Bewegungserfahrungen im Wasser oder in der Natur
  • Planung und Durchführung psychomotorischer Sequenzen nach Themenschwerpunkten

Theorie (20%):

  • Geschichte der Psychomotorik, Konzeptentwicklung
  • definitorische Abgrenzungen
  • veränderte Kindheit
  • Entwicklungsorientierung

2. Grundlagen 2
2 SWS, SL

Praxis (ca. 80 %):

  • Umgang mit Alltagsmaterialien und Großgeräten
  • Sicherheit an Geräten
  • Kreation von Bewegungslandschaften und Gestaltungsräumen
  • kreative Bewegung Planung und Durchführung psychomotorischer Sequenzen

Theorie: (ca. 20%):

  • Bedeutung von Bewegungs- und Gestaltungsräumen für die kindliche Entwicklung

 

3. Neuropsychologische Grundlagen
2 SWS

4. Bewegungspädagogik, Entwicklungsbegleitung, Therapie - Implikationen unterschiedlicher Konzepte in der sozialpädagogischen Arbeit
2 SWS, SL

  • Verschiedene Ansätze in der Psychomotorik
  • zugrundeliegende Entwicklungsmodelle und Menschenbilder
  • anthropologische Grundlagen menschlichen Bewegungsgeschehens
  • körperbezogene Identitätskonzepte

5. Psychomotorische Entwicklungsdiagnostik und Evaluation
2 SWS , SL

  • Prozess- und Statusdiagnostik
  • historische und aktuelle Verfahren der Motodiagnostik
  • Individuelle Entwicklungsprofile
  • prozessuale mehrdimensionale Förderdiagnostik und -planung
  • Kritische Perspektiven sozialpädagogisch-psychomotorisches Fördergutachten


6. Begleitpraxis oder Projekt
12 SWS Bewegungspädagogische / psychomotorische Praxis im Rahmen eines Projekts
4 SWS Beratung zum Projekt
4 SWS Theorie zum Projekt

Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als 6 Monate bei Beginn des Begleitpraktikums)
Im Rahmen der Praxis wird eine Lehrprobe durch eine persönliche Begutachtung oder Videosupervision ab dem 5. Semester abgenommen.

7. Integrationssport
2 SWS

Die Veranstaltung findet in der Arbeit mit integrativen Gruppen oder mit behinderten Menschen statt, gemeinsam mit dem jeweiligen Klientel.
Alternativ zu der Veranstaltung 2.4 kann im sozialpädagogischen Blockpraktikum die entsprechende Stundenzahl (28 Stdn.) unter fachkundiger Anleitung abgeleistet werden.

8. Abschlussarbeit:Sozialpädagogisch-psychomotorisches Fördergutachten oder Entwicklungsprotokoll, Kolloquium

Als Fördergutachten (Übungsgutachten) gilt eine ca. 20 Seiten umfassende Studie zur Entwicklungsdiagnostik sowie zum Förderbedarf eines Klienten. Ein Entwicklungsprotokoll umfasst den Beobachtungszeitraum von mindestens 6 Monaten. Das Kolloquium bezieht sich auf Fördergutachten oder Entwicklungsprotokolle und umfasst maximal 60 Min.

In allen Veranstaltungen ohne SL gilt Anwesenheitspflicht. Es wird bei Abschluss der Zusatzqualifikation (letzter Termin: BA-Prüfung) ein Zertifikat der Fachhochschule ausgestellt. Die Zusatzqualifikation wird in regelmäßigen Abständen curricular angepasst

Wahlmodul "Psychomotorik und Sport in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern"

Sem. Lehrveranstaltung SWS Form CP Leistung
1+2 Grundlagen der Psychomotorik I 4 Übung/Seminar 4 SL
1 Grundlagen der Psychomotorik II 2 Übung/Seminar 2 SL
3 Neuropsychologische Grundlagen 2 Vorlesung 2  
4 Bewegungspädagogik - Entwicklungsbegleitung-Therapie 2 Vorlesung 3 Teil-SL
5 Psychomotorische Entwicklungsdiagnostik und Evaluation 2 Vorlesung/Übung 2 SL
6 Integrationssport 2 Seminar/Übung 2  
4 Projekt 8 Seminar/Übung/Praxis 12 Teil-SL
6 Fördergutachten 1 Kolloquium 2 Teil-SL

Credit Point Berechnung

In dieser Tabelle finden sie die Credit Point Berechnung der jeweiligen Veranstaltung.