Direkt zum Inhalt springen

Forschungsarbeiten und -projekte

Wissenschaftliche Begleitung des Hessischen Aktionsprogramms "Partizipation und Kooperation von Jugendarbeit und Schule (PKJS)"

Kurzbeschreibung:
Ausgehend von der bereits vielfältig praktizierten außerschulischen Jugendarbeit und Jugendbildung möchte das Aktionsprogramm »Partizipation und Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule (PKJS)« des Hessischen Sozialministeriums bereits angestoßene Handlungskonzepte und modellhafte Kooperationsvorhaben zwischen Jugendarbeit und Schule im Bereich der Ganztagsbildung und auch darüber hinaus anregen, erproben, weiterentwickeln und verstetigen. Idealtypisch sollen hierbei die unterschiedlichen Zugänge, Schwerpunktsetzungen und Bildungsprozesse in beiden Bildungsbereichen in gemeinsame Handlungskonzepte münden, bei gleichberechtigter Kooperation und mit modellhaftem Charakter. Mit der wissenschaftlichen Begleitung des Aktionsprogramms ist die Hochschule Darmstadt beauftragt.

Das Förderprogramm für 19 ausgewählte Projekte und deren wissenschaftlicher Begleitung erstreckt sich von Januar 2007 bis Ende 2009.
Nach den verschiedenen Schritten von Prozessbegleitung, internen Fachtagungen und vertiefender Untersuchung fand am 26. November 2009 die öffentliche Abschlussveranstaltung in der Sportschule in Frankfurt statt.

Ab Juli 2010 steht der Abschlussbericht auf der projekteigenen Homepage zur Verfügung, die Adresse lautet: www.pkjs.h-da.de/projektinfo

Träger des Forschungsprojekts: Hochschule Darmstadt
Finanzielle Förderung: Hessisches Sozialministerium
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Ulrike Leonhardt
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Schröder
Laufzeit: 1.1.2007 bis 30.4.2010


Pädagogische Konflikt- und Gewaltforschung

Kurzbeschreibung:
In einem ersten Teil dieses Forschungsschwerpunkts ging es um eine systematische Übersicht, Bestandsaufnahme und inhaltliche Bewertung der unterschiedlichen außerschulischen Ansätze und Konzepte zum Umgang mit Gewalt und Konflikten. Eine diesbezügliche Expertise bot die Basis für eine praxisnahe Publikation unter dem Titel „Leitfaden Konfliktbewältigung und Gewaltprävention“. Autoren: Schröder, Achim/Merkle, Angela. Das Buch erschien im Februar 2007 und befindet sich inzwischen in der zweiten Auflage. Darüber hinaus haben in einem „Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik“ die Vertreter und Vertreterinnen der Verfahren ihr jeweiliges Konzept vorstellen und übergreifende Gesichtspunkte thematisieren können. Diese deutlicher wissenschaftliche Publikation ist in 2008 erschienen.
Ein zweites Teilprojekt konnte im Jahr 2007 starten, um auf der Basis der Vielfalt der Verfahren eine Markterhebung bei Trägern von Schule und Jugendhilfe vorzunehmen mit dem Ziel, Kriterien und Bausteine für ein Weiterbildungskonzept zu entwickeln. Mit Unterstützung des Hessischen Sozialministeriums (jetzt: Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit) konnte eine einjährige Weiterbildung  „Konfliktbewältigung und Gewaltprävention“ auf den Weg gebracht werden, die im September 2009 erstmalig begann und im Juni 2010 abgeschlossen wurde. Der zweite Ausbildungszyklus startet im September 2010.
www.sozarb.h-da.de/lehrangebot/konfliktbewaeltigung-und-gewaltpraevention/

Träger des Forschungsprojekts: Hochschule Darmstadt
Finanzielle Förderung: Zentrum für Forschung und Entwicklung der h_da
Freie Mitarbeiterin: Angela Merkle
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Schröder
Laufzeit: seit 1.6.2005

Publikation

  • Schröder, Achim/Merkle, Angela 2008: Die Wirksamkeit von pädagogisch gestützter Gewaltprävention ist belegt. Fachliche Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über Jugendgewalt.  In: deutsche jugend, Heft 4/2008, S. 183-184 
  •  Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik. Verfahren für Schule und Jugendhilfe, Schwalbach/i.Ts. 2008 (zusammen mit Helmolt Rademacher und Angela Merkle)
  • Leitfaden Konfliktbewältigung und Gewaltprävention. Pädagogische Konzepte für Schule und Jugendhilfe. Schwalbach/i.Ts. 2007 (zusammen mit Angela Merkle)x


Biografische Nachhaltigkeit politischer Jugendbildung. Eine Wirkungsstudie

Kurzbeschreibung:
Auf der Datenbasis der in den Jahren 2001 bis 2003 für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellten Evaluation von Maßnahmen der politischen Jugendbildung und der von der Politik und in der Fachöffentlichkeit mit großer Resonanz aufgenommenen Publikation „Politische Jugendbildung auf dem Prüfstand“ (Schröder/Balzter/Schroedter 2004) ist ein Konzept für eine Wirkungsanalyse ausgearbeitet worden. Diese Analyse hat zum Ziel, die nachhaltigen Wirkungen von Veranstaltungen der politischen Bildung auf die Teilnehmenden zu ermitteln. Im Rahmen der Vorarbeiten sind Erkenntnisse aus vergleichbaren Untersuchungen in angrenzenden Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit aufbereitet und die methodischen Instrumente zur Ermittlung von biografischen Prozessen ausgewählt.

Der schließlich bei der Hans-Böckler-Stiftung gestellte Antrag ist im Juli 2010 bewilligt worden. Das zweijährige Forschungsprojekt beginnt am 1.November 2010.

Träger des Forschungsprojekts: Hochschule Darmstadt
Finanzielle Förderung: Hans-Böckler-Stiftung
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Schröder. Mitarbeiterin: Nadine Balzter


Evaluation des Programms "Außerschulische politische Bildung" im Kinder- und Jugendplan des BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Kurzbeschreibung:
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat sich im Jahre 2001 entschieden, die über den Kinder- und Jugendplan geförderte politische Jugendbildung auf Bundesebene evaluieren zu lassen. Die vor allem in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf Länderebene und Bundesebene ausgebaute außerschulische Bildung ist in den vergangenen Jahren unter den Druck zur Qualitätsentwicklung geraten und bereits in einigen Bundesländern umstrukturiert worden. Das Programm soll auf Bundesebene neu gestaltet werden. Dazu hat das Ministerium einen Beirat aus Wissenschaftlern und Praktikern einberufen, eine öffentliche Ausschreibung für die Evaluation gestartet und sich dann für den Antrag von Prof. Böhnisch und Prof. Schröder entschieden.
Forschungsmethodisch handelt es um eine Kombination von einer summativen Evaluation in Form einer Befragung aller geförderten Träger mit einer responsiven und formativen Evaluierung in Form von Einzelinterviews, Gruppendiskussionen und teilnehmender Beobachtung.

Träger des Forschungsprojekts: Hochschule Darmstadt
Finanzielle Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Dr. Hiltrud Loeken, Nadine Balzter, Thomas Schroedter
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Schröder in Kooperation mit Prof. Dr. Lothar Böhnisch, Technische Universität Dresden
Laufzeit: 1.9.2001 bis 31.10.2003

Publikationen:

  • Schröder, Achim/ Balzter, Nadine/ Schroedter, Tommy: Evaluation der politischen Jugendbildung. In: Praxis Politische Bildung, 8. Jg., 2004, Heft 1, S. 8-23
  • Schröder, Achim/ Balzter, Nadine/ Schroedter, Tommy: Politische Jugendbildung auf Bundesebene evaluiert. In: kursiv. Journal für Politische Bildung, Heft 1/2004, S. 67-72
  • Schröder, Achim/ Balzter, Nadine/ Schroedter, Tommy: Zivilgesellschaft. Politische Jugendbildung auf Bundesebene evaluiert. In: Querschnitt. Beiträge aus Forschung und Entwicklung der Fachhochschule Darmstadt, Juli 2004, S. 16-22
  • Schröder, Achim: Bezogene Urteilsbildung - intersubjektive Zugänge zum Politischen. In: kursiv. Journal für politische Bildung, Heft 1/2005, S. 68-74
  • Qualitäten der außerschulischen politischen Jugendbildung für ganztägiges Lernen. Aus den Ergebnissen einer bundesweiten Evaluation. In: Becker, Helle (Hrsg.): Politik und Partizipation in der Ganztagsschule. Schwalbach/i.Ts. 2008, S. 29-38 (zusammen mit Nadine Balzter)

  • Politische Bildung im Kinder- und Jugendplan des Bundes. Evaluation von Profil, Maßnahmen und Wirkungen. In: Lindner, Werner (Hrsg.): Kinder- und Jugendarbeit wirkt. Aktuelle und ausgewählte Evaluationsergebnisse der Kinder- und Jugendarbeit. Wiesbaden 2008, S. 153-165


"Beziehungsarbeit mit Jugendliche" Beziehungen zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Jugendarbeit - eine empirische Untersuchung über die Rolle und den Einfluß von Bezugspersonen

Kurzbeschreibung:
Im Forschungsprojekt werden die Beziehungen zwischen Jugendlichen und ihren LeiterInnen über den Zeitraum von einem Jahr im Rahmen einer Supervision beobachtet, dokumentiert und analysiert. Darüber hinaus werden Interviews mit den Gruppen und mit Einzelpersonen aus den Gruppen durchgeführt, um die verschiedenen Sichtweisen zu eruieren und gegenüberzustellen.
Die Ergebnisse des Projekts sollen Aufschluss darüber geben, wozu die Jugendlichen ihre LeiterInnen vor allem brauchen, wie die Jugendarbeit dementsprechend zu gestalten ist und welche fachliche Begleitung die JugendarbeiterInnen benötigen. Somit wird die Untersuchung wichtige Beiträge liefern zur Weiterentwicklung und Modernisierung von Konzepten für die Arbeit mit einzelnen Jugendlichen sowie mit Gruppen und Cliquen.

Träger des Forschungsprojekts: Bundesverband des BDP (Bund Deutscher PfadfinderInnen)
Finanzielle Förderung: Stiftung Deutsche Jugendmarke und BASA-Stiftung zur Förderung von Jugendarbeit und Jugendforschung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Bärbel Bimschas
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Schröder
Laufzeit: 1.9.2000 bis 31.8.2002

Publikationen:

  • Schröder, Achim: "Beziehungsarbeit" mit Jugendlichen. Emanzipatorische Vorstellungen zur Gestaltung der Intersubjektivität, in: deutsche jugend, 47. Jg., 1999, Heft 7-8, S. 340-348 und Heft 9, S. 385-390
  • Schröder; Achim: Beziehungen in der Jugendarbeit - wie sie gestaltet und reflektiert werden, in: deutsche jugend, 50. Jg., 2002, Heft 2, S. 59-69
  • Bimschas, Bärbel/ Schröder, Achim: Bildung und Beziehung in der außerschulischen Jugendarbei. In: Lindner, Werner/ Sturzenhecker, Benedikt (Hrg.): Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit. Vom Bildungsanspruch zur Bildungspraxis, Weinheim und München 2004, S.61-76. Vorabdruck in: deutsche jugend, 52. Jg., 2004, Heft 3, S. 107-114 und Heft 4, S. 167-170


Feldforschung in Jugendkulturen - verstehende Zugänge zu ihrer Bedeutung für Jugendliche

Kurzbeschreibung:
Es werden auffällige und weniger auffällige jugendkulturelle Gruppierungen auf eine direkte und konfrontative Weise beforscht. Das empirische Material besteht im Wesentlichen aus transkribierten "Gruppendiskussionen". Die Gespräche werden von StudentInnen der FH geführt, abgetippt und in der Forschungsgruppe ausgewertet. Forschungsmethodisch ist die Selbstreflexion im Kontext der auswertenden Gruppe ein wesentliches Kontroll-Element, um Projektionen aufdecken zu können.

Finanzielle Förderung: Hochschule Darmstadt
MitarbeiterInnen: Ulrike Leonhardt (Werkvertrag) und 3 studentische MitarbeiterInnen
Projektleiter: Prof. Dr. Achim Schröder
Laufzeit: WS95/96 bis WS 96/97

Publikationen:

  • Feldforschung in Jugendkulturen. Wie man sich einen verstehenden Zugang zu deren Bedeutung verschaffen kann, in: neue praxis 6/1995, S. 560-569
  • Jugendliche in ihrem Fremdsein verstehen - Gruppendiskussionen und psychoanalytisch-reflexive Interpretation. In: Lindner, Werner (Hrg.): Ethnographische Methoden in der Jugendarbeit, Leverkusen 2000, S. 127-146
  • Fremdverstehende Zugänge und Jugendarbeit - Gruppendiskussionen mit Jugendlichen und deren Auswertung. In: King, Vera/ Müller, Burkhard K.(Hrg.): Jugendarbeit im Kontext. Adoleszenzforschung und pädagogische Praxis, Freiburg 2000, S. 157-174
  • Fremdheit und Vertrautheit gegenüber Jugendlichen. Forschen, reflektieren und lernen in einer Forschungsgruppe von JugendarbeiterInnen in der Ausbildung (zusammen mit Ulrike Leonhardt). In: Ethnopsychoanalyse Band 6. Forschen, erzählen, reflektieren, Frankfurt 2001, S. 116-138


Jugendarbeit als Lebensform - eine empirische Untersuchung ehrenamtlicher Jugendarbeit

Kurzbeschreibung:
Es werden 14 Jugendgruppen aus verschiedenen Jugendverbänden und jugendverbandlichen Zusammenhängen mit der Methode der Gruppendiskussion interviewt. Es soll die Bedeutung der Gruppen für die Jugendlichen und für die GruppenleiterInnen und TeamerInnen erfasst werden. 3 der 14 Gruppen werden mehrfach interviewt, um durch erneutes Nachfragen die Prozesse genauer verstehen zu können und tiefer gehende Analysen zu ermöglichen.

Träger des Forschungsprojekts: Bundesverband des BDP (Bund Deutscher PfadfinderInnen)
Finanzielle Förderung: Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit im Rahmen des Programms "Weiterentwicklung und Erprobung neuer Wege in der Jugendhilfe"
Mitarbeiter: Achim Schröder
Projektleiter: Dr. Diethelm Damm
Laufzeit: 1987-1989

Publikationen:

  • Schröder, Achim: Jugendgruppenarbeit heute: Wandel der Jugendphase und subjektive Bedeutung von Gruppen, in: deutsche jugend 10/1991, S. 443-453
  • Schröder, Achim: Jugendgruppenarbeit in den 90er Jahren, in: Deutscher Bundesjugendring (Hg.): Jugendverbände im Spagat. Zwischen Erlebnis und Partizipation, Münster 1994, S. 37-47